5. Einsatzeinheit des Sanitäts- und Betreuungsdiensts, Stuttgart

Zugunglücke, Flugzeugabstürze, Großbrände, Explosionen von Industrieanlagen, Paniken bei Massenveranstaltungen und Erdbeben sind Ereignisse, die unzählige Menschen verletzen und ohne Vorbereitungszeit den Einsatz von zusätzlichen Rettungskräften erfordern.

Von einer Katastrophe sind immer sehr viele Menschen betroffen. Sie haben oft Hab und Gut verloren. Eine schwere Überschwemmung, ein Großbrand oder gar ein Erdbeben bringt die Betroffenen von jetzt auf gleich in eine Notlage. Die Betreuungsgruppe richtet Aufenthaltsmöglichkeiten ein, sorgt für die Notverpflegung und errichtet eine kleine Zeltstadt. So müssen die Betroffenen die ersten Stunden nach dem Unglück nicht im Freien verbringen. Dies schafft Raum, um vorerst die schrecklichen Erlebnisse verarbeiten zu können und sich um die nötigsten Belange zu kümmern.

Für Stuttgart stellt die DLRG eine von 7 Einsatzeinheiten, die bei einer Großschadenslage oder einem MANV (Massenanfall von Verletzten) eingesetzt wird. Zusammen mit der 7.Einsatzeinheit der Malteser ist der Aufbau eines BHP25 - Behandlungsplatzes möglich, der 25 Patienten pro Stunde versorgen kann.

Diese Landeseinheit kann auch zur Überlandhilfe in anderen Landkreisen eingesetzt werden.


In der jüngsten Vergangenheit wurde die Einheit 2014 und 2015 zur Verlegung von sehr vielen Patienten im Rahmen der Stuttgarter Krankenhausumzüge eingesetzt.

Jede Einsatzeinheit besteht aus 28 Helfern in 4 Trupps:

Eine Komponente Technik und Sicherheit wird in Stuttgart nur in einer von 7 Einsatzeinheiten vorgehalten. Die DLRG führt zusätzlich den Geräteanhänger Technik mit, der die fehlenden Elemente ausgleicht und somit eine autarke Einheit bei Tag und Nacht sicherstellt.


Die Fahrzeuge sind unter "Einsatzmittel - Fahrzeuge Sanitätswesen" zusammengestellt.