Wir gedenken

Die DLRG Stuttgart gedenkt ehemaligen Vorstandsmitgliedern, Aktiven in der Schwimmausbildung und Einsatzkräften des Wasserrettungsdienstes. Sie alle haben sich besonders um die DLRG verdient gemacht. Ihr Tod war für alle ein großer Verlust.

 

 

Bruno Bietz † 1.03.2016 - Landesverbands Präsident

Lieber Bruno,

es ist unfassbar. Wie oft sind wir zusammen gesessen, um über die Zukunft der DLRG zu beraten.

Ja, das war immer dein Hauptaugenmerk, die Entwicklung der DLRG insgesamt, insbesondere in Württemberg und davor viele Jahre in Stuttgart.

Du hattest klare Vorstellungen, deinen Verein noch weiter nach vorne zu bringen. Man konnte so herrlich mir dir diskutieren und man konnte mit dir feiern.

Kameradschaft war dir wichtig. Die hast du gelebt und du hast immer auch die Schwierigsten versucht zu integrieren.

Noch gar nicht lange her, da waren wir zusammen in Ilshofen und du hast das Bundesverdienstkreuz bekommen. Was für eine tolle Geschichte. Du hast es verdient.

Wir, deine Kameradinnen und Kameraden der DLRG in Stuttgart, haben uns immer gefreut, wenn du zu uns gekommen bist. Da kam immer der Bruno, nie der Präsident.

Jetzt bist du nicht mehr da. Es dauert eine Weile, bis wir diesen Satz so richtig begreifen.

Du bist immer voraus gegangen und wir werden dir auch hier irgendwann folgen. Du hinterlässt eine Riesenlücke.

Deiner Familie, insbesondere deiner Frau und deinen beiden Söhnen, wünschen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft.

Danke an alle Kameradinnen und Kameraden die dabei waren.Bruno war gestern sicher sehr stolz auf seine DLRG!

 


Jürgen Maurer † 8.12.2005 - Technischer Leiter

In Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt verlieh der Ministerpräsident Jürgen Maurer dieses Jahr die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Jürgen Maurer, seit 38 Jahren Mitglied der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Filder und seit 1983 ihr Vorsitzender, wirkte seit 1974 an herausragender Stelle an der Förderung und Weiterentwicklung des Vereins mit. Die Karriereleiter führte von der Funktion des Gerätewarts über die stellvertretende bzw. anschließend Technische Leitung 1978 zur Ernennung des Stützpunktleiters des Hallenbades Sonnenberg. 1980 wurde er zum stellvertretenden, 1983 zum Vorsitzenden der DLRG Ortsgruppe Filder gewählt.

Sein plötzlicher Tod im Alter von 47 Jahren hat die gesamte DLRG schockiert.

Auch auf Bezirks- und Landesebene profitierte der Verein seit 1977 von Jürgen Maurers technischem und organisatorischen Sachverstand. Seit 1998 leitete er das Referat Wasserrettungsdienst, seit 2001 war er Technischer Leiter des Landesverbandes, wo er auch als Ausbilder im Katastrophenschutz und Wasserrettungsdienst wirkte. Damit nicht genug: Jürgen Maurer gehörte zu den Initiatoren des Stadtjugendrings LE, er arbeitete als Vertreter der DLRG in den Vereinsringen Leinfelden und Echterdingen mit und trug durch die Mitwirkung seines Vereins an vielen bürgerschaftlichen Veranstaltungen und Festen regelmäßig zur Förderung des Gemeinschaftslebens in Leinfelden-Echterdingen bei.

Beisetzung

Unter großer Anteilnahme wurde am Donnerstag, den 15. Dezember, auf dem Neuen Friedhof in Stuttgart-Degerloch unser Vorsitzender der OG Filder, Technische Leiter Einsatz des Bezirk Stuttgart und der Technische Leiter Einsatz des DLRG Landesverbandes Württemberg e.V., Jürgen Maurer beerdigt. Zur Trauerfeier unter der Leitung von Pfarrer Thomas Lenard kamen über 700 Gäste, darunter viele offizielle Vertreter der DLRG, Feuerwehr, des DRK, Polizei und anderer Hilfsorganisationen.


Hans Bass † 2.10.2005 - Bezirksleiter

Hans taufte am 15.Mai 1960 das erste Rettungsboot "Raymund Pitet" in Stuttgart. "Sein" Rettungsboot konnte der 98-jährige leider nicht mehr sehen
[Taufe des Rettungboots Hans Bass am 24.9.2005]


Wolfgang Oelmaier † 16.4.2000 - Präsident LV

Seit 1953 Schatzmeister im LV Finanzierung des Baus der heutigen Landesschule am Max-Eyth-See 1980-1987 LV-Präsident Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1.Klasse durch Manfred Rommel 2001 Taufe des Rettungsboots auf seinen Namen

Wolfgang war nach dem 2.Weltkrieg maßgeblich am Aufbau der DLRG beteiligt, war Träger des Bundesverdienstkreuzes, langjährig Schatzmeister und schließlich Präsident des Landesverbands Württemberg. Das Rettungsboot 3 wurde im September 2001 von Sozialminister Dr. Repnik auf seinen Namen getauft.


Wolfgang Kopp † 1989 - Bezirksleiter

Jahrgang 1921 Eintritt in die DLRG mit 17 Jahren bei der DLRG Friedrichshafen. Lehrschein am 3. September 1942 in Berlin 1950-60 Beisitzer, Schriftführer und Technischer Leiter im Bezirk Stuttgart 1964 haben er und Karl Eisenmann einem Rettungsboot erheblich Schaden zugefügt, so daß beide "136 DM Lehrgeld" an den LV zahlen mußten 1965-1989 verschiedene Positionen im Bezirk, LV und Präsidium 1983 Ernennung zum Ehrenmitglied 1988 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1989 Plötzlich verstorben 1992 Taufe des Rettungsboots auf seinen Namen

Wolfgang war als Bezirksleiter sehr um die Belange der DLRG bemüht. Unter seiner Führung wurde 1983 die DLRG in den Katastrophenschutz Baden-Württemberg aufgenommen und begann 1986 mit dem Wasserrettungsdienst. Das größte Stuttgarter Rettungsboot trägt zum Gedenken seinen Namen. Rettungsboot 1


Hans Kubern † Dez. 1983 - Rettungstaucher

Bei einer Eistauchübung im Max-Eyth-See verunglückte unser Henry im Einsatz. Im März von den Mitgliedern zum stellv. Vorsitzenden gewählt verlor die Ortsgruppe Filder einen erfahrenen Rettungstaucher, umsichtigen Bootsführer und Lehrscheininhaber - und so mancher einen guten Freund im Alter von 25 Jahren. Bei den jährlichen Bezirksmeisterschaften wird seit 1984 zum Gedenken an Henry der Hans- Kubern- Gedächtnispokal für die beste Mannschaftsleistung in der Rettungsstaffel ausgeschwommen.


Raymund Pitet † Dez. 1959 - Gründer der internationalen Wasserrettungsorganisation FIS

1959 Staatssekretär Dr. Möller verleiht Raymund das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Verstorben 24.12.59 - Die DLRG nahm an der Trauerfeier in Paris teil.
15. Mai 1960 Taufe des 1. Stuttgarter Rettungsboots auf seinen Namen, durch den französichen Marineminister Perier mit dem Taufspruch: Dieses herrliche Boot, Sinnbild des Mutes, worin jetzt ein Teil von Raymund Pitets Geist vorhanden ist, wird nicht verfehlen, dem Schicksal desjenigen zu folgen, dessen Herz vibrierte, wenn es galt, ein Leben zu retten. Als Pflichtmensch verfolgte er gewissenhaft die Entwicklung des Rettungswesens, die edelste Handlung, die ein Mensch vollbringen kann. Unter dem Schutz dieses großen Retters, der mehr als dreißigmal dem Tode trotzte, wird dieses Boot immer mit Stolz und Ehre, die ihm übertragenen Aufgaben, erfüllen.